Als Schokolade nur getrunken wurde…

Schokoladestapel…schmeckte sie bei den Azteken und Mayas noch ziemlich bitter. Erst die Europäer haben das Getränk erhitzt und sind dann durch Beimengung von Zucker und Honig auf den Geschmack gekommen. Radikal wurde die nächste Innovation erst dann, als Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Schokoladetafeln erfunden wurden. Nun wurde Schokolade auch gegessen!

Den nächsten radikalen Sprung schaffte der Schweizer Rodolphe Lindt, als er 1879 die ‚Conche‘ erfand, eine Vorrichtung, die die Schokolade stundenlang rührt. Ob mit Absicht oder weil er einfach vergessen hat, seine ‚Conche‘ abzuschalten, hat er nach 72 Stunden Laufzeit entdeckt, dass das Resultat eine flüssige Masse mit wunderbarem Aroma war und auf der Zunge zerging. Heute verwenden alle Schokoladenhersteller Conchen, allerdings dauert der Vorgang durch neuartige Verfahren wesentlich weniger lang. Der von Lindt erfundene Längsreiber ist heute durch wesentlich effizientere Rundconchen abgelöst, die in viel kürzerer Zeit sehr gute Ergebnisse erzielen. Echte Qualitätsschokolade benötigt jedoch immer noch einige Tage, daher auch der wesentlich höhere Preis.

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