Was Bienen alles können

Trends der Zukunft berichten unlängst über die 22-Jährige Polizistin und Bienenzüchterin Sonja Kessler aus Deutschland, die durch ihre Bachelor-Arbeit auf sich aufmerksam gemacht und damit sogar einen Preis gewonnen hat. Sie trainiert Bienen darauf, verschiedene Substanzen (Drogen, Sprengstoff usw.) zu „erkennen“. Dieses Training dauert nur einige Minuten und könnte damit die aufwändige Ausbildung von Spürhunden ablösen. Allerdings nur zur warmen Jahreszeit.

Bereits 2015 haben deutsche Forscher der Uni Gießen (siehe Video) Bienen auf Heroin und Kokain trainiert. Wo ein Spürhund für seine Ausbildung auf eine bestimmte Substanz ein ganzes Jahr braucht, schaffen das Bienen bereits in einer Viertelstunde. Allerdings muss der Erkennungsgrad (welche Menge der Substanz muss vorhanden sein, damit sie noch erkannt wird) zwischen dem was Spürhunde und was Bienen schaffen, noch ausgetestet werden.

Blumen und Gräser auf die Dächer

Während weltweit bereits in vielen Städten im öffentlichen Auftrag die Drohnen fliegen, um verwertbare Hausdächer für eine Begrünung zu finden, hat die holländische Stadt Utrecht ein weiteres Betätigungsfeld gefunden. Nachdem sich nämlich die Begrünung von Hausdächern oft aus statischen Gründen als äußerst kompliziert herausstellt, bieten die Dächer von Bushaltestellen eine wesentlich bessere Möglichkeit für Bepflanzung. In erster Linie für Bienen und andere Insekten gedacht, sollen die Grünflächen auf einigen hundert Haltestellen in Zukunft auch die Luft in der Stadt verbessern.

Ein Projekt ganz anderer Art ist im amerikanischen Everett (Washington) entstanden. Dort hat eine Künstlerin eine Bushaltestelle in ein Blumenmeer verwandelt. Ihr Projekt „Blumenbombe“ hat sie in Abstimmung mit der Stadt und der Busgesellschaft auch schon an einigen anderen Haltestellen eingerichtet. In dem Videobeitrag erfahren wir allerdings nicht, wie oft Blumen „nachgefüllt“ werden müssen, die von begeisterten Busfahrern mit nach Hause genommen werden. Wie an der amerikanischen Haltestelle zu sehen, würde sich die gekrümmte Dachkonstruktion nicht wirklich zur Bepflanzung eignen. Vielleicht könnte da ein flacher Aufsatz helfen?

[Quelle: Trends der Zukunft]

3D-Biodrucker können schon Herzen und bald vielleicht auch Nieren

Nachdem die Israelis vor Kurzem ein kleines Herz „gedruckt“ haben, geht es in der reproduktiven Medizin rasant weiter. In München arbeiten Forscher daran, die Software zum Druck einer Niere zu erstellen. Dieser Fortschritt könnte endlich den Wahnsinn mit dem Verkauf von menschlichen Organen stoppen. Außerdem würde es die Wartezeiten erheblich verkürzen und die Abstoßung (wenn körpereigene Zellen des Patienten verwendet werden) fast gänzlich unterbinden. Noch dazu wo gerade diese beiden Organtypen über Leben oder Tod entscheiden! Um eine Niere drucken zu können, muss aber zuerst eine Art Blaupause, d.h. ein Druckplan erstellt werden, in dem auch alle innenliegenden Teile des Organs abgebildet sind. Dafür hat das Forschungsteam ein Verfahren entwickelt, in dem ein Musterorgan in eine Flüssigkeit eingelegt wird, die dafür sorgt, dass das Organ nach und nach durchsichtig wird. Damit kann das Computerprogramm auch alle inneren Kanäle abbilden, um sie später ausdrucken zu können.

https://www.youtube.com/watch?v=rPwcUSTcBQg

Rollendes Hotelzimmer

Im Juli 2017 habe ich darüber berichtet, dass sich ein Team der FH Salzburg in Zusammenarbeit mit der New Media Agentur LOOP in zukünftige Zeitalter versetzt haben, um radikale Denkansätze zu generieren. Ein Projekt hat damals Arbeits- und Schlafeinheiten kreiert, mit denen man sich auch an andere Orte transportieren lassen könnte. Und raten Sie einmal, wer den „Radical Award for Hospitality 2018“ gewonnen hat: Ein autonom fahrendes Hotelzimmer namens „Autonomous Travel Suite!“

Dieses autonom fahrende Hotelzimmer für bis zu fünf Personen stammt vom Aprilli Design Studio aus Toronto und kann in entsprechende Silos eingestellt werden, wo es die gesamte übrige Infrastruktur eines modernen Hotels mit Schwimmbad, Wellness, Tagungsräumen und Gastronomie gibt. Allerdings geistert mir dabei immer ein Wohnmobil durch den Kopf, das ja auch autonom fahren könnte. Denn was mir nicht klar ist: Wer sollte die im Video gezeigten Silos vorfinanzieren, die sich offensichtlich nur für diese genormten „Zimmer“ eignen. Allenfalls kann ich mir Hybride vorstellen, die z.B. 3-4 Stockwerke für die rollenden Hotelzimmer, die restlichen als normale Hotelzimmer anbieten.

Hausbegrünung in Wien

Eine geförderte Aktion zur Fassadenbegrünung ist nun in Wien angelaufen. Hausbesitzer können sich bis 31.5.2019 für eine Gratisausstattung bewerben. Dieser Versuch, im zehnten Wiener Gemeindebezirk Hausfassaden zu begrünen, soll andere Hausbesitzer ermuntern, auch in Fassadenbegrünung zu investieren. Grüne Fassaden verhindern das Aufheizen von Bauwerken, binden Feinstaub und schlucken Verkehrslärm. Werden sich 50 Hausbesitzer melden? Das Interesse scheint nicht allzu groß zu sein, die ursprüngliche Frist bis Ende April wurde jetzt um einen Monat verlängert. Schade eigentlich, denn für den Umweltschutzgedanken wäre es toll. Für die Hausfassaden möglicherweise weniger, denn bestimmte Kletterpflanzen können für das Mauerwerk eher problematisch sein.

[Quelle: ORF]

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Das Projekt „Wohnwagon“ entwickelt sich weiter

Immer wieder erregt das Projekt „Wohnwagon“ meine Aufmerksamkeit. Erstmals als es in einer Veranstaltung über Crowdinvesting als eines der ersten Investitionsobjekte der damals frisch gegründeten Plattform CONDA vorgestellt wurde. Auch über CONDA habe ich im November 2017 berichtet. Nun lese ich, dass die Firma, die diese Wohnwagons baut, nach Gutenstein in Niederösterreich übersiedelt ist und sich weit über das reine Firmengeschehen in die Dorfgemeinschaft einbringen möchte. Da Gutenstein derzeit ein sterbender Ort ist, kommt diese Blutauffrischung gerade recht. Deshalb zieht auch der Bürgermeister mit und sieht für sein Dorf wieder eine Zukunft.

Teller aus der Natur

Vor Jahren hatte ich „Leaf Republic“ schon im Visier, um drüber einen Bericht im Blog zu schreiben. Irgendwie haben es die grünen Teller dann doch nicht geschafft, in die engere Wahl zu kommen. Mittlerweile haben sie sich schon in die Höhle der Löwen getraut, sind mehrfach ausgezeichnet worden und haben Investoren gefunden. Ein Beitrag von Hel Kaserer auf Facebook hat jetzt dazu beigetragen, auch hier über dieses interessante Unternehmen zu berichten. Denn nicht nur Teller aus Blättern werden in der Taufkirchner Firma von Pedram Zolgadri und Carolin Fiechter erzeugt, sondern „Leaf Republic“ versteht sich auch als „Brutstätte für kreative Menschen“.

Die grünen Teller zeichnen sich dadurch aus, dass keinerlei Chemie im Spiel ist, die Blätter werden nur durch hohen Druck aneinander gepresst. Und der „Abfall“, der nach dem Heraustrennen der Teller anfällt, wird zu Papier verarbeitet, das in die Mittelschicht der Teller eingepresst wird. Eigentlich könnte man die Teller nach dem Grillfest in freier Natur einfach liegen lassen bis sie zerfallen. Doch soweit wollen die Erfinder nicht gehen, denn mit all den Speiseresten gehören die einmal gebrauchten Teller in den Rest- oder Biomüll.

Volvo-Zugmaschine ohne Fahrerkabine

Volvo experimentiert mit fahrerlosen Zugmaschinen. Vorerst werden diese in geschlossenen Gebieten angeboten, wo die Zugmaschinen über die Cloud miteinander vernetzt sind und gegenseitig aufeinander Rücksicht nehmen. Das scheint in großen Industriekomplexen oder in Hafenanlagen möglich. Dort können auch viele Erfahrungen gesammelt werden, die man benötigt, um später solche autonomen Fahrzeuge auch im normalen Straßenverkehr zuzulassen.

 

Mittlerweile experimentiert man ja auch schon mit gesonderten Fahrspuren für LKWs auf Autobahnen, wo sich solche autonomen Zugmaschinen im Reißverschlussverfahren „einklinken können“. Diese bilden dann eine zusammenhängende Kette.

Die genialsten Innovationen der letzten fünf Staffeln von 2 Minuten – 2 Millionen

Bei Puls 4 lief am 27.11.2018 zu später Stunde eine interessante Sendung: Es wurden Innovationen der letzten 5 Staffeln vorgestellt, die in ihren Pitches die Investoren besonders beeindruckt hatten.

Platz 1: Discovering Hands
Blinde und sehbehinderte Frauen werden zu Medizinisch-Taktilen Untersucherinnen (MTU) ausgebildet. Mit ihrem sehr gut entwickelten Tastsinn können sie bei der Brustkrebsfrüherkennung mithelfen und dadurch Leben retten.

Platz 2: Öklo
Scheiße wird in Geld (Kompost) verwandelt. Ohne Wasser, aber mit Sägespäne. Ursprünglich für Großveranstaltungen gedacht, denkt der siebente Wiener Bezirk bereits darüber nach, Öklo in kleinen Parks einzusetzen.

Platz 3: myacker
Jeder kann sich in Kärnten ein Stück Land mieten und dort unterschiedliches Gemüse und auch Kräuter anbauen. Über eine App kann man per Telefon in nur 3 Schritten zu seinem Online-Gemüse kommen. Seine eigene Gartenfläche gestalten und pflegen. Seine Ernte bekommt man per Post.

Platz 4: pixelrunner
Ein Drucker bedruckt Landschaftsflächen in affenartiger Geschwindigkeit. Pixelrunner im O-Ton: „Ob Sportevent oder Firmenjubiläum, Standort- oder Regionsmarketing: Pixelrunner verblüfft.“

Alle haben super präsentiert und beinahe Bieterschlachten bei den Investoren ausgelöst.

Drive-in Supermarkt

Ein sehr gut gemachter Film, der eine Vision in schöne Bilder gießt! Allerdings tun sich gleich eine Reihe von Fragen und Anregungen auf.

  1. So ein Drive-in sollte nur von E-Autos befahren werden, denn in der Einkaufs-Rushhour kann es einen ordentlichen Andrang in der Halle (bei laufendem Motor) geben. Ich glaube nicht, dass das im Video angepriesene Lüftungssystem das schafft!
  2. Die Regaleinschlichter haben einen sehr öden Job!
  3. Der Anteil an (Kunststoff)Verpackung ist sehr hoch!
  4. Eine große Menge an Kassiererinnen ist unterbeschäftigt. Hier sollte es ein moderneres elektronisches Abrechnungssystem eingesetzt werden.
  5. Das Eintüten in Plastiksäcke ist umweltschädlich und behindert einen größeren Einkauf.
  6. Impulskäufe finden kaum statt und der relativ geringe Umsatz pro Auto wird keinen Investor reizen, viele Millionen in so ein riesiges Gebäude zu investieren.
  7. Wo ist denn die Getränkeabteilung mit den Bierkästen?

Alles in allem eine interessante Vision, die einer kaufmännischen Betrachtung leider nicht standhält. Trotzdem sind auch die anderen Videos des russischen Erfinders Dahir Semenov, wie z.B. ein unterirdisches Zustellsystem sehenswert!