Wie man sein eigenes Haus baut – um nur rund € 20.000,00

Eine tolle Idee mit vielen neuen Denkansätzen: Den Bauplan für ein sehr günstiges Haus, das ausbaufähig und umweltfreundlich ist und als OpenSource-Projekt daherkommt. Und in 5 Tagen aufgebaut ist! Bei genauerer Betrachtung fehlt mir allerdings noch das Stiegenhaus (vielleicht links außen?) und den Einstieg in die Dusche (mit einer festen und drei Glaswänden) stelle ich mir eher kompliziert vor. Jedenfalls kann man den Hausbau für zwei Personen beginnen und durch Modulsysteme später Zug um Zug ausbauen.

GreenHouse

Das Konzept stammt vom amerikanischen OPEN BUILDING INSTITUTE, wo sich eine ganze Reihe von Menschen zusammengefunden hat, um zukunftsfähige Wohngebäude mit einfachen, regional verfügbaren Materialien um wenig Geld als Open Source Projekt zu unterstützen.

Auf Kickstarter hat das Gründer-Ehepaar gerade (August 2016) durch 1.902 Unterstützer insgesamt  115.860 $ eingesammelt, um seine Idee zum Ausbau der Bauanleitungen und der Modulvarianten weiter voran zu treiben. Außerdem haben sich durch die Crowdfunding-Kampagne eine Unzahl weiterer Ideen ergeben und das Projekt hat über den finanziellen Beitrag hinaus eine Menge Förderer gewonnen!

Bus rollt über Stau hinweg

In China wird nach einer 300 Meter langen Demo-Probefahrt nun schon fleißig an einer längeren Versuchsstrecke gearbeitet: Ein elektrisch betriebener Schienenbus soll über zweispurige Staus hinwegschweben können. Wenn er bei einer Einsteigstelle hält, können die PKWs natürlich auch unter ihm weiterfahren. Das erinnert mich stark an ein von meinen FH-Studenten erarbeitetes Konzept, in dem diese bei Staus schon an eine Lösung in der dritten Dimension gedacht hatten. China ist natürlich hier prädestiniert, weil in den großen Städten einerseits sehr viele Staus entstehen, die natürlich den Smog weiter verstärken. Durch diese elektrisch betriebene Lösung wird die Umwelt geschont, auch dadurch, dass eventuell wieder mehr Menschen öffentlich fahren, wenn sie dadurch nicht im Stau stehen. Und gegenüber einer U-Bahn, die Tunnels benötigt, sind hier die Errichtungskosten für die Gleise an der Oberfläche minimal.

Der Blog feiert seinen 10. Geburtstag!

Zehn Jahre und mehr als 253.000 Besucher (nicht Page Views) sind die stolze Bilanz des Blogs „Radikale Innovation“. Da war es wohl Zeit für eine „radikale Innovation“ des Designs: Weg mit den bunten Bleistiften, her mit einer bunt leuchtenden Spirale! Kurz eine Magazin-Variante überlegt, dann doch wieder verworfen…Die Schriften sind viel größer, besser lesbar und die Beiträge werden in Zukunft wieder in kürzeren Abständen erscheinen. Ja, ich gebe es zu, ich war in letzter Zeit etwas nachlässig, verspreche aber, mich zu bessern! Der Blog wurde seit Anfang dieses Jahres permanent gehackt, deshalb habe ich auch einen Riesensprung in der WordPress-Version gemacht, um jetzt doch für einige Zeit wieder auf der sicheren Seite zu sein.

Anlässlich dieses runden Geburtstags möchte ich meine Leser aufrufen, mir zu helfen, die Seite „Tolle Erfindungen“ zu ergänzen: Ab dem Jahr 2000 sieht es dort noch sehr mau aus!

Von Tür zu Tür fahren und fliegen

Es ist schon erstaunlich, was es alles an kombinierten Innovationen gibt! Angeblich (laut YouTube) gibt es bereits 6 Versionen von fliegenden Autos. Erfinder lassen sich auch durch Abstürze (wie Stefan Klein mit seinem Aeromobil) nicht abschrecken. Allerdings wird auch bezweifelt, ob es dafür jemals einen Markt geben wird. Denn die Entwicklungskosten und die staatlichen Vorschriften treiben den Preis für solche Erzeugnisse stark nach oben.

www.youtube.com/watch?v=wSvGSnOQms8

Die Verwüstung umkehren

Jahrzehntelang haben Tiere und Menschen in Afrika dazu beigetragen, dass immer mehr Wälder verschwunden sind und der Boden verdorrt ist. Alle Versuche, neue Pflanzen zum Wachsen zu bringen, scheiterten innerhalb kürzester Zeit, denn das heiße Klima und hungrige Tiere haben den zarten Pflänzchen sofort den Garaus gemacht. Auch vorhandene, immer wiederkehrende kleine Pflanzenbüschel waren willkommene Opfer. Bis der Australier Tony Rinaudo bei einem Projekt von World Vision entdeckt hat, dass diese Pflänzchen aus den Wurzeln der ehemaligen Bäume sprießten! Der abgeholzte Wald hatte sich mit seinen Wurzeln in den Untergrund zurückgezogen. Sein Projekt der „Farmer Managed Natural Regeneration (FMNR)“ hat neue Wälder entstehen lassen, wo jahrelang nur Wüste war!

Ganz typisch, dass die ersten Bauern, die sich an dem Aufforstungsprojekt beteiligt haben, von den anderen verlacht wurden. Heute profitiert die gesamte Region um Humbo in Äthiopien davon, weil sich das Klima wesentlich verbessert hat und die Menschen auf ihr gelungenes Projekt stolz sein können.

[Entdeckt bei  www.querdenker.de]

Ein sehr komfortables Velomobil

Der Schwede Mikael Kjellman hat ein sehr komfortables Gefährt entwickelt, um für wenig Geld täglich in die Arbeit zu fahren: den PodRide, ein Fahrrad, das wie ein Auto aussieht. Jetzt hat er seinen Prototyp auf indiegogo gestellt und per 26.4.2016 bereits $40,042 USD eingesammelt, um seine Erfindung als Do-it-yourself Kit weiter entwickeln zu können. Damit hat er schon locker Stufe 2 seines fünfstufigen Plans erreicht und gute Chancen, in den verbleibenden Tagen noch bis Stufe 3 ($50,000 USD) zu kommen. So kann er Hersteller finden und eine Produktion aufbauen. Mit $100,000 USD (Stufe 4) würde er (als Produktdesigner) eine noch viel leichter zusammenbaubare Version seines PodRide entwickeln. Bei Erreichen der 5. Stufe ($200,000 USD) würde er eine größere Version bauen. Generell ist sein Ziel, weltweit mehr Interesse für Velomobile zu erzeugen.


[youtube 5cSdXKVacPY]

[Quelle: bizforward]

Toll, was Google-Roboter schon können!

Google forscht auf vielen Gebieten. Was die neue Roboter-Generation schon kann, ist wirklich beeindruckend! Auf unwegsamem Gelände, gefoppt und niedergestoßen, alles verkraftet dieser Automat. Und das, ohne ärgerlich zu werden! Die Einsatzmöglichkeiten für solche „persönlichen Diener“ sind natürlich bestechend. Besonders für immer wiederkehrende Tätigkeiten, die für Menschen auf Dauer eher lähmend sind, bringen diese neuen Helfer Entlastung. Nachdem dieser Vorteil seit Jahren/Jahrzehnten in der Wirtschaft genutzt wird, ist es Zeit, dass Roboter auch (zu einem leistbaren Preis) im Haushalt Einzug halten.

Algen-Gel stoppt Blutungen sofort

Ein junger Amerikaner hat als 17-jähriger Student gerne mit jedem Material experimentiert, das ihm zur Verfügung stand. Unter anderem waren das Algen, die er auf ihre Reaktionen in Verbindung mit unterschiedlichen Flüssigkeiten durch „Versuch und Irrtum“ getestet hat. Dabei hat sich herausgestellt, dass Algen eine interessante Wirkung bei menschlichem oder tierischem Gewebe zeigen. Auf eine Verletzung aufgetragen, passen sie sich dem jeweiligen Körperteil an und veranlassen den körpereigenen Abwehrdienst, sofort ein Gewebe zu erzeugen, das den Blutfluss stoppt und die Wunde schließt. Er hat daraus ein Gel entwickelt, welches momentan nur von Tierärzten verwendet werden darf. Aber derzeit in der Erprobung zur Behandlung von Menschen ist. Die Zulassung wäre toll, weil sich damit auch innere Wunden schließen lassen und das durch körpereigene Mechanismen!


[youtube lA411dcg9IM]

Vom TV verarscht?

Haben auch die Blauäugigsten schon mit bekommen, dass in den Auswanderersendungen von VOX der Redaktionsstift vermutlich eine große Rolle spielt, weil das reale Leben sonst zu langweilig wäre, macht der Schummel-Faktor auch nicht vor der StartUp-Szene Halt. Ein Artikel im Branchenmagazin „gruenderszene.de“ berichtet, dass nur ein (Bruch)teil der in den Sendungen von „Die Höhle der Löwen (DHDL)“ versprochenen Invest-Beträge in Deutschland tatsächlich fließen. Nach der Show geht es nämlich sozusagen in die dritte Halbzeit, in der entweder die potenziellen Investoren bei einer Due Dilligence kalte Füße bekommen oder Firmengründer blocken plötzlich ab, weil ihnen das Angebot des Investors für den gewünschten Prozentanteil doch zu gering erscheint. Ähnliches munkelt man übrigens auch über die puls4-Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ in Österreich.

Allerdings darf man den Lernprozess für junge StartUps dabei nicht unterschätzen und die in der Sendung gesammelten Kontakte sind auch nicht ohne. Machmal hilft dann ein Businessangel sogar kostenlos weiter, auch wenn er sich selbst nicht an der neuen Firma beteiligt. Und generell machen diese Sendungen sicher Werbung für die Gründerszene!

Künstliche Stadt auf Uni-Gelände

mcity-autonomous-cars.jpgWozu braucht man soetwas? Um selbstfahrende Autos zu testen. Die Universität in Michigan/USA hat MCity gebaut und bekommt eine Reihe von Testautos, um diese im Realbetrieb zu testen. Allerdings wesentlich einfacher und kostengünstiger als auf echten Straßen. Eines dieser Testautos ist mittels 3D-Drucker entstanden und der Elektromotor entstammt einem Golfcart. Das Auto kann auch um wenig Geld im 3D-Drucker mit neuen Teilen versorgt werden. Erfahrung mit dem Verhalten mehrerer selbstfahrender Autos möchte man auf eher privaten Geländen wie einer Universität sammeln. Dort sollen Studenten von einem Ende des Campus zum anderen befördert werden.

 (Credit: University of Michigan)