Wie alle Jahre wieder…
13. Juli 2008 Allgemein Keine Kommentare…zieht es mich in südliche Regionen. Mit Beiträgen zum Blog geht es dann ab Ende August weiter! Einen schönen Sommer wünscht allen seinen treuen Lesern…der innokaan.

…zieht es mich in südliche Regionen. Mit Beiträgen zum Blog geht es dann ab Ende August weiter! Einen schönen Sommer wünscht allen seinen treuen Lesern…der innokaan.
Fantastisch: Ich brenne ungefähr EINE CD im Jahr. Da hab’ ich keine Ahnung mehr, wie das mit Nero und Konsorten geht. Und deshalb bin ich bei der Meldung ‘CDs brennen ohne Software’ auch sofort hängen geblieben. Was wird da angeboten?:
Der Hersteller TX-WEA aus Frankreich bietet drei verschiedene Varianten des “intelligenten” Rohlings an: Eine speziell für Fotos, die nicht nur das direkte Speichern, sondern immerhin auch die Grundmöglichkeit zum Drehen und Vorauswählen der Bilder bietet. Bis zu 950 Aufnahmen niedriger und 460 Fotos hoher Fotoqualität passen auf die 680 Megabyte große CD. Ein weiterer Rohling ist für unkritische Daten geeignet, und eine weitere CD bietet Speicherung und Schutz für sensible Daten. Die Rohlinge für vertrauliche Informationen besitzen zusätzlich zu dem Brennprogramm eine automatische Verschlüsselungssoftware.
Man kann diese CDs direkt auf der Homepage von TX-WEA bestellen oder aber in Google andere Lieferanten suchen. Auf ebay werden diese Rohlinge schon ab dem berühmten 1 Euro zur Versteigerung angeboten. Natürlich kosten sie mehr als ‘normale’ Rohlinge, aber für Seltenverwender wie mich - ideal!
Das passt übrigens genau zum Konzept, das von Microsoft angeblich in Zukunft angesteuert wird: Miete deine Software immer nur dann, wenn du sie brauchst und auch nur das, was du brauchst! Gerade Kleinunternehmer haben oft Angst, Ihre Daten außerhalb ihres Computers zu lagern. Genaugenommen sind diese Daten aber auf einem professionellen Server wahrscheinlich viel besser gesichert als auf ihrem eigenen PC. Ich hatte in den vergangenen Jahren schon ganze Datenbanken ausgelagert (so wie auch diesen Blog) und jetzt mein Customer Relations Management (bei salesforce.com) und bin damit bisher immer gut gefahren.
Gefunden in der WELTonline
[Foto: pixelio.de]
Familienbetriebe des Mittelstands tun sich wesentlich leichter, Regeln zu brechen als angestellte Manager. Denn dafür braucht es schon eine gewisse Sturheit, die fast bis zur Selbstaufgabe führt - jedenfalls den Familienmitgliedern (und oft auch den Mitarbeitern) alles abverlangt. Aber gerade dieses Brechen von Regeln (der Branche, des Marktes) ermöglicht oft erst die wirklich radikale Innovation.
Hier einige Beispiele:
Bionade
entsteht durch Gärung und gilt daher nicht als Limonade. Keine Brauerei wollte diese Erfindung in Lizenz übernehmen. Also mussten es die Eigentümer selbst vermarkten. Vergangenes Jahr wurde Bionade mit dem CREO-Preis der Gesellschaft für Kreativität ausgezeichnet. Jetzt wird Bionade international…
Allerdings zeigt eine gewisse Sturheit auch ihre Kehrseite: Gerade heute lese ich, dass Bionade in zahlreiche Rechtsstreitigkeiten verstrickt ist und nun auch manche Stammkunden durch eine Preiserhöhung um ein Drittel (von 59 auf 79 Cent) verschreckt. Näheres siehe bei Burkhard Schneider.
Fielmann oder Hartlauer
Markenbrillen zu Superpreisen in der (Ketten)filiale unter Ausschaltung des Zwischenhandels.
Metz
setzt weiterhin auf den Fachhandel. Fernseher kosten das Doppelte von herkömmlichen Fernsehern bei Saturn oder Media Markt, werden aber vollständig in D erzeugt.
DocMorris
hat die Apothekerzunft durch seinen Internetversand von Medikamenten aufgemischt. Jetzt hat er noch ein Franchisesystem für Apotheker erfunden, die von seiner Dachmarke profitieren möchten. Und damit demnächst etwas zu Fall gebracht, was bisher niemand Anderem gelungen war, nämlich eine Art Filialsystem für Apotheken einzuführen.
SAP
hat individuelle Einzellösungen durch standardisierte Softwarelösungen ersetzt. Als sie begonnen haben die Regeln zu brechen waren sie noch klein…
Fischer-Dübel
ersetzt Roboter durch Menschen, weil diese weniger oft ausfallen und nicht bei jedem Wechsel ‘umgerüstet’ werden müssen. Die fahrerlosen Transportzüge hat Fischer wieder abgeschafft und durch einen von einem Logistiker gesteuerten Zug ersetzt.
Trigema
Wolfgang Grupp erzeugt weiterhin seine Textilien in D. Auch er hält die Automatisierung so gering wie möglich. Dadurch kann er kleine Losgrößen sehr schnell liefern, was im Firmengeschäft wichtig ist.
Lunge
erzeugen Laufschuhe in D in der Nähe von Hamburg. Die ersten Modelle werden allerdings erst ab August 2008 ausgeliefert. Weil sie auf die enormen Werbeausgaben der Großen verzichten, können sie im Inland produzieren. Durch ein neues Produktionsverfahren haben sie die Entwicklungszeit neuer Laufschuhe von etwa zwei Jahren auf einen Monat verkürzt.
Bis auf Bionade alle gefunden in der Wirtschaftswoche
[Foto: Bionade]
…brachte den Durchbruch auf diesem Spezialgebiet der Schönheits-Chirurgie. Wie es halt bei radikalen Innovationen ist, waren die ersten Jahre mit vielen Rückschlägen gepflastert: Die Silikonkissen haben sich manchmal verschoben oder sind geplatzt. Sie mussten früher alle paar Jahre ausgetauscht werden. Außerdem haben sie öfters gesundheitliche Schäden verursacht. Mit zunehmender Praxis der Ärzte und ständiger Weiterentwicklung des Materials ist dieser medizinische Eingriff heute schon zur Selbstverständlichkeit geworden. Natürlich kann immer noch etwas passieren…
Wer das alles vermeiden möchte und die doch hohen Kosten einer Operation scheut, kann sich bei
Yatego um knapp EUR 120,00 einen Silikonbusen bestellen, der einfach auf die bestehende Brust gelegt oder geklebt wird.
Im Zuge meiner Recherchen rund um das Thema habe ich festgestellt, dass Silikonpölster in verschiedenen Bereichen des Körpers zur Stützung und Stärkung verwendet werden. Der Hit erscheint mir: Silikonpölster als Einlagen für Highheels, um den Fuß zu schonen!
[Foto: Yatego]
…um aus- oder einzusteigen: Sie rollt sich nämlich nach unterhalb weg. Ein Student von der FH Salzburg (Andreas Steinbacher), den ich im Fach ‘Kreativität und Innovation’ für Radikale Innovation begeistern konnte, hat mich auf folgendes Video hingewiesen, das er dem Blog ’sinn-frei’ entnommen hat:
http://www.youtube.com/watch?v=AAtkoje4-eM
Nach Durchsicht zahlreicher Kommentare auf anderen Blogs (das Video wurde übrigens bereits mehr als 2 Millionen mal abgerufen!) war ich kurz geneigt, an eine ge’fake’te Sache zu glauben. Weitere Recherchen haben ergeben, dass ein gewisser John A. Townsend schon in den 90ern Patente angemeldet, diese aber angeblich nie bezahlt hat, weil seine damalige Firma Joalto trotz zahlreicher Sponsoren nach dem ‘Verbrennen’ mehrerer Millionen für die Entwicklung in Konkurs ging. Jetzt lebt die Geldsuche offenbar unter neuem Namen JaTech wieder auf. Townsend selbst ist jedenfalls weiterhin von seiner Idee beseelt, hat viele Sicherheitsbedenken lösen können und auch eine neue Gurthalterung samt verstellbarer Sitzseitenlehne erfunden, um seine Idee der versenkbaren Türe überhaupt zu ermöglichen.
Schon in den 90ern hatten sich etliche große Automobilfirmen für das Prinzip der versenkbaren Autotüre interessiert, aber nach näherer Prüfung die Finger davon gelassen. Eigentlich schade, denn im Sinne einer ‘radikalen Innovation’ klingt die Idee wirklich bestechend. Und zeigt wieder einmal, dass solche Innovationen unheimliche Hürden bis zu einem möglichen Erfolg überwinden müssen.
…und hat anläßlich des Ideenparks von Thyssen-Krupp, der dieses Jahr auf dem Stuttgarter Messegelände stattgefunden hat, den CREO der Gesellschaft für Kreativität verliehen bekommen. Dieser Preis wird jährlich an Unternehmen verliehen, die sich besonders um das Thema Kreativität verdient gemacht haben. Warum LEGO diesen Preis verdient hat, braucht nicht näher erläutert werden.
Hier noch einige Hintergrundinformationen:
Mit Holzspielzeug hat LEGO 1932 begonnen. Die nebenstehende Ente soll ein Verkaufsschlager gewesen sein! Mit Plastikspielzeug hat LEGO 1952 als Pionier in Dänemark begonnen, nachdem die Holzwerkstatt zweimal abgebrannt war. Der LEGO-Stein in seiner heutigen Form wurde 1958 aus der Taufe gehoben. Zahlreiche weitere Erfindungen haben LEGO zu einem der beliebtesten Kinderspielzeuge der Welt gemacht.

Aber die LEGO-Gruppe arbeitet bereits an der Zukunft und hat seit einigen Jahren auch auf Roboter gesetzt. Mit LEGO MINDSTORMS können intelligente LEGO-Modelle gebaut werden, die dem Elektronik-Zeitalter gerecht werden.
LEGO legt besonders viel Wert darauf, die Kreativität der Spielenden (ob jung oder alt) anzuregen und das LEGO-System wird auch im Unterricht eingesetzt.
Detail am Rande: Durch seine spezielle Bauweise ist ein LEGO-Stein angeblich unzerstörbar. Er kann also bestenfalls weiter ‘vererbt’ werden…
[Fotos: Pressestelle LEGO und innokaan]
1960 wurde der erste Laser (ein Rubinlaser) gebaut. Mittlerweile gibt es sensationelle Weiterentwicklungen. Laser wird zum Schneiden, Schweißen, Kleben, Entfernen und Messen von Dingen eingesetzt. Sicher ist diese Liste noch wesentlich länger. Nehmen wir den Bereich des Präzisionsschneidens heraus:
In der Medizin wird der Laser bei Operationen wie ein Skalpell genutzt. Das stellt sicher eine radikale Innovation gegenüber der früheren Verwendung von anderen Schneidewerkzeugen dar. Mit Laser werden Tätowierungen und Narben entfernt, aber auch Teile von Nieren. Gerade im Bereich der Augen wird ebenfalls viel mit Laser gearbeitet.
Auch in der Metallindustrie wird häufig mit Laser geschnitten. Und zwar mit unglaublicher Präzision! Wikipedia hat das Thema noch ausgewalzt: Dort findet sich sogar ein Artikel über drei verschiedene Arten des Schneidens:
Abgesehen davon gibt es natürlich auch noch Lichteffekte, die mit Laser erzeugt werden. Außerdem die in fast jedem Büro stehenden Laserdrucker, wo der Laser für die Belichtung einer Bildtrommel sorgt. Zwar hat sich die Verwendung von Laser während der letzten Jahrzehnte bereits in viele Bereiche des Lebens vorgearbeitet -trotzdem stehen wir wahrscheinlich mit den Möglichkeiten zur Nutzung von Laser noch vor ungeahnten Anwendungsbereichen!
Vor kurzem habe ich im TV eine höchst interessante Sendung über die Unternehmerfamilie Stollwerck gesehen! Einen besonderen Eindruck hat bei mir der zweitjüngste Sohn des Gründers, Ludwig Stollwerck, hinterlassen. Er war ein Erfindergeist und machte sich um die Industrialisierung der Schokoladeproduktion verdient. Seine Erfindungen zur Schokoproduktion waren so erfolgreich, dass die Gebrüder Stollwerck sogar ihre Maschinen an Konkurrenten in aller Welt verkauften. Aber den Vogel schoss er mit einer radikalen Innovation im Verkauf ab:
Im Jahr 1893 hatte Stollwerck bereits 15.000 Automaten in Deutschland aufgestellt, kurze Zeit später standen auch in den USA Tausende dieser Schoko-Automaten. Ludwig Stollwerck hatte diese Idee von einer Studienreise nach Amerika zurückgebracht und machte damit Verkaufsautomaten in Deutschland salonfähig. Er gründete sogar eine eigene Firma dafür, die Deutsche Automaten-Gesellschaft Stollwerck & Co. Da das Automatengeschäft so gut lief, schloss er auch mit Branchenfremden Verträge ab, so z.B. mit einer französischen Parfumfirma. Duftspendende Automaten wurden damit auch in Deutschland sehr beliebt.
Auch Burkhard Schneider hat schon 2006 in seinem Blog darüber berichtet.
In Amerika wurden in den ersten Automaten Postkarten verkauft, später wurden in England erstmals Bücher über Automaten verkauft. Mehr darüber bei Wikipedia.
[TRIZ-Prinzip Nr. 25: Selbstbedienung - Selbstversorgung]
[Foto gefunden bei siebengebirgsmuseum.de]
Früher wurde operiert oder mit Hilfe von Schlingen versucht, die Steine herauszuziehen. Teilweise mussten Patienten mit einem Gewicht an der Schlinge stunden- oder tagelang (im Nachthemd!) herumgehen bis der Stein durch den Harnleiter nach außen gezogen war. Ausserdem war eine gewisse Verletzungsgefahr gegeben.
Ohne Operation können seit 1980 Nierensteine von außen durch Stoßwellen zertrümmert werden, um anschließend in kleinen Steinchen über den Harnleiter ausgeschieden zu werden. Dornier hatte im Flugzeugbau festgestellt, dass Regentropfen beim Anschlagen auf den Tragflächen Haarrisse erzeugen. Die Energie wird durch Stoßwellen übertragen. Das hat man sich zu Nutze gemacht und verwendet nun das menschliche Gewebewasser, um Stoßwellen von außen auf die vorher mittels Ultraschall oder Röntgen georteten Steine zu lenken. Dies kann ambulant erfolgen. Wenn keine Komplikationen auftreten, können die Patienten nach 1-2 Stunden nach Hause gehen.
Mussten früher die Patienten am Tisch bewegt werden, sorgen heute bewegliche Teile dafür, dass der Patient unbeweglich am Tisch liegen bleiben kann. Auch Siemens hat sich mit seiner Medizinsparte stark auf dem Sektor der Nierensteinzertrümmerung engagiert. In einer Presseaussendung aus dem Herbst 2006 rühmt sich Siemens , nahezu alle Steine innerhalb einer einzigen Sitzung (man sollte eher ‘Liegung’ sagen) zu zertrümmern!
[Foto: Siemens]
Im Jahr 1946 in den Vereinigten Staaten erfunden, steht der Mikrowellenherd (kurz Mikrowelle genannt) heute schon fast in jedem Haushalt. Man kann getrost sagen, dass die Mikrowelle das Kochen revolutioniert hat:
- Speisen werden binnen weniger Sekunden erwärmt
- Es brennt nichts an
- Tiefgekühltes wird in Minuten statt in Stunden aufgetaut
Dass dem Erfinder Percy Spencer bei der Arbeit an einem aktiven Radar ein Schokoladeriegel in der Tasche schmolz (und er den Zusammenhang erkannte) wusste ich bereits. Neu für mich war beim Durchforsten von Wikipedia allerdings, dass der Chaos Computer Club dazu aufgerufen hatte, “die Chips in den neuen Pässen mittels Mikrowelle zu zerstören, um so gegen die überbordenden Überwachungsmaßnahmen einen Akt zivilen Ungehorsams zu setzen“.
Obwohl sich die Mikrowelle in vielen Fällen in unserem Haushalt als segensreich erwiesen hat, stehe ich ihr immer noch etwas skeptisch gegenüber. Denn als technischer Laie fühle ich mich schon von sehr vielen verschiedenen “Wellen” in unserem Haushalt umgeben. Und es werden täglich mehr…