Interaktiv im Hörsaal

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Gestern habe ich in der Konferenz der Lehrbeauftragten an der Fachhochschule Salzburg thematisiert, wie man die StudentInnen aktiver während einer Vorlesung einbinden kann. Heute finde ich durch Zufall im Ideentower Blog dazu eine sehr interessante Lösung, die der Frankfurter Pharmazieprofessor Theo Dingermann einsetzt: Er lässt seine StudentInnen mittels eines Ted-Systems Feedback zu bestimmten Fragen geben, wie im nachfolgenden Video zu sehen ist.

Es hatte ihn bei Fragen an das Auditorium immer schon gestört, dass meist ein ‘harter Kern’ die Antworten gab, während die eher Schüchternen durch den Rost fielen. Und so kam er auf die Idee mit dem Interactive Voting System (IVS), das sonst bei Hauptversammlungen oder Parteitagen eingesetzt wird.

Auch sonst ist Prof. Dingermann recht aktiv, wenn es darum geht seinen Unterricht interessanter zu gestalten: Auf Wunsch der StudentInnen hat er z.B. Kontrollfragen am Ende jeder Vorlesung eingeführt. Außerdem stellt er seine Vorlesungen für die Studenten ins Internet.

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In 12 Minuten von Zürich nach Bern!

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Das Thema ‘Magnetschwebebahn’ wird in Europa mit mildem Lächeln quittiert, vor allem seitdem der letzte Versuch, ein Transrapid-Projekt von München zum Flughafen in Erding zu installieren, gescheitert ist. Deshalb möchte ich Ihr Augenmerk auf ein anderes Projekt richten, das gewisse Nachteile des Transrapid vermeidet, indem es unter die Erde in Vakuumröhren ausweicht: Es handelt sich um die Swissmetro, auch das Flugzeug ohne Flügel genannt. Details am besten im Video, auch wenn dieses schon 2001 gedreht wurde und nicht mehr alle Dinge stimmen (z.B. die erste Strecke soll Zürich-Bern werden, damals hieß es noch Zürich-Basel).

Im Jahr 2007 berichtet Swissmetro nicht viel Neues. Möglicherweise ist Ihnen die Rekordfahrt des französischen TGV vom 3.4.2007 mit 574,8 kmh in die Glieder gefahren!

Die Konkurrenz eines schon bestehenden Netzes in punkto Geschwindigkeit ist für Swissmetro natürlich groß. Aber die Auswirkungen eines Zuges, der mit rund 570 kmh durch die Landschaft rast, sind schon im Video zu erahnen. Abgesehen von der ungeheuren Lärmentwicklung zieht der Zug alles Mögliche wie ein Staubsauger mit sich.

Deshalb bleibt meines Erachtens die unterirdische Variante weiter interessant. In zahlreichen Blogeinträgen wird das Für und Wider kommentiert. Als größte Hürde (Kostenfaktor) wird die Aufrechterhaltung eines Vakuums in den Röhren gesehen. Sollte es jemals Realität werden, ist es auf jeden Fall eine Radikale Innovation, auch wenn hier nur (!) eine Magnetschwebebahn mit einer Art Rohrpostsystem kombiniert wird (Ich weiß schon, dort wird Druckluft verwendet, bei Swissmetro Vakuum oder Teilvakuum). Aber beide transportieren etwas sehr schnell durch Röhren.

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Transparenter (lichtdurchlässiger) Beton

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lichtbeton1.jpgDer ungarische Architekt Áron LOSONCZI hat ihn erfunden und hält das Patent dafür. Über die Homepage seiner Firma LiTraCon kann man durchsichtige Tafeln in unterschiedlicher Stärke bestellen. Interessant ist das Konzept deshalb, weil es völlig neue Verwendungszwecke für Beton eröffnet. Der Erfinder versichert, dass die im Beton eingelassenen Glasfiberelemente es ermöglichen, dass auch meterdicker Beton noch durchsichtig ist.

Die Blöcke können in unterschiedlichsten Größen hergestellt werden. Auch der Einbau einer Wärmeisolierung ist möglich. Der Erfinder spricht damit besonders Designer und Architekten an, denen sich mit diesem lichtdurchlässigen Beton eine Reihe neuer Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet.

lichtbeton2.jpgAufgefallen ist mir, dass er die Blöcke mit einer Maximalgröße von 600mm x 300 mm anbietet.Um größere Wände zu erzeugen, werden die Blöcke aneinandergeklebt. Außerdem bietet er noch Lampen an (siehe Foto).

Das könnte anderen Erfindern einen Ansporn geben, weiter mit zusätzlichen Elementen zu experimentieren, die in Beton gemischt werden könnten. Ich denke da z.B. an farbigen Beton oder Beton mit neuen (bisher noch gar nicht angedachten) Eigenschaften.

 [Fotos: Litracon]

Schlange spendet Energie

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Gerade habe ich vor wenigen Tagen darüber gelesen, dass bei den Konzepten zur Energiegewinnung bereits an der Küste Portugals mit Wellenschlangen experimentiert wird. Nun kommt aus GB ein neues Konzept - Anaconda Rubber Snake:

Im Test ist die Gummischlange 8 Meter lang, später soll sie 200 Meter lang sein und mit ihrem Strom 1000 Haushalte versorgen. Sie bewegt sich konstant wie die Meereswellen, ist mit Süßwasser gefüllt (damit sich keine Meerestiere in ihr ansiedeln) und gibt mit jeder Welle den Druck, der im Innern der Schlange entsteht, nach hinten weiter. Dort wandelt eine Turbine den Druck in Strom um. Experten sehen innerhalb der nächsten 3 Jahre die ersten Installationen vor den Küsten Großbritanniens.

Bis dorthin müssen allerdings noch eine Menge Probleme gelöst werden. Da sich die Gummischlangen knapp unter der Wasseroberfläche bewegen, um die volle Kraft der Wellen zu nützen, müssten bei einem ‘Schlangenpark’ von z.B. 50 Stück große Flächen am Meer gekennzeichnet und von Schiffen umfahren werden. Ein Vorteil dagegen ist es, dass im Gegensatz zur Windenergie die Wellenenergie immer zur Verfügung steht.

Sieht aus wie ein Korkenzieher

Medizin Keine Kommentare

mikro-roboter.jpgSchon längere Zeit habe ich nichts mehr aus dem medizinischen Bereich berichtet. Jetzt habe ich bei ‘more inspiration‘ etwas Interessantes entdeckt: Roboter in Bakteriengröße, die zu medizinischen Zwecken im menschlichen Körper eingesetzt werden sollen, z.B. um Blutgefäße von Ablagerungen zu befreien.

Allerdings berichten die Forscher, dass die punktgenaue Steuerung dieser Miniroboter noch perfektioniert werden muss, um diese ganz sicher an den jeweils gewünschten Einsatzort zu bugsieren.

Diese Miniroboter sind so klein, dass sie nur unter dem Mikroskop gesehen werden können. Schweizer Forscher am Institut für Robotics und intelligente Systeme der ETH Zürich haben sich Bakterien zum Vorbild genommen. Nur sollen diese ‘künstlichen Bakterien’ (Artificial Bacterial Flagella ABF) statt krank zu machen das genaue Gegenteil bewirken, nämlich heilen!

Durch leichten Magnetismus von verwendetem Nickel können diese ABFs durch Flüssigkeiten hindurchgesteuert werden. Natürlich ließen sich dann auch medizinische Substanzen im Körper herumtransportieren oder Zellstrukturen durchdringen, die aus heutiger Sicht nicht so leicht zu  penetrieren sind.

[Foto: ScienceDaily]

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Fehler sind wichtig und nötig…

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…für einen innovativen Prozess! Besonders dann, wenn er radikal sein soll. Über die Bedeutung von Fehlschlägen bei Innovationen schrieb vor Kurzem Tony Wanless  im Innovation-Weblog . Sie sind sozusagen ’systemimmanent’ und gehören dazu wie das Salz in der Suppe. Daher sind alle Managementsysteme, die Fehlerquoten minimieren oder komplett ausschalten wollen, im Sinne der Innovation ‘kontraproduktiv’!  Er schreibt:

I’m thinking: This might be wonderful if you’re an air traffic controller, but if you’re an innovator, this is the opposite of what you want. Innovators need to fail, often and regularly, to maintain innovation discipline. As Edison proved long ago in his hundreds of failed experiments before he perfected the light bulb, innovation success usually comes after mistakes and failures.

Echte Innovatoren kennen keine Angst, sich lächerlich zu machen (sie besitzen meist ein sehr hohes Selbstwertgefühl). Echte Innovatoren werden sogar unruhig, wenn etwas sofort funktioniert…! Die meisten großen und radikalen Erfindungen haben am Beginn sehr schlecht funktioniert und mussten - meist über einen längeren Zeitraum -verbessert und perfektioniert werden.

Etwas erst dann zu wagen, bis es perfekt erscheint, führt meistens dazu, dass es nicht oder zu spät eingeführt wird. Und die vielen Pessimisten, die einem mit Killerphrasen richtig Mut gemacht haben, erhalten am Beginn durch die hohe Fehleranfälligkeit auch noch weiteren Zulauf und fühlen sich bestätigt (”Was hab’ ich dir gesagt? Das kann nicht gehen…!”).

Also von vornherein im Prozess mit Fehlern rechnen, aber auch die Umgebung darauf vorbereiten bzw. falls möglich dafür auch ein Extrabudget vorsehen. Denn wer sich auf den ‘worst case’ vorbereitet, hält möglicherweise länger durch. Und langer Atem ist etwas, das man gerade bei radikalen Innovationen besonders benötigt!

Ein Kamel geht zwar nicht durch…

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nadelohr.jpg…aber immerhin ist die Öffnung wesentlich größer als beim klassischen Nadelöhr.Und man kommt jetzt ohne die klassische Einfädelhilfe aus, die den Weitsichtigen trotzdem nicht das Aufsetzen der Brille erspart. Statt einer sind es zwei miteinander verkoppelte Nadeln. Man drückt einfach mit dem Finger gegen den Oberteil der Doppel-Nadel. Dadurch, dass dieser Teil flexibel gehalten ist, entsteht eine wunderbar breite Öffnung, durch die sich jeder Faden mühelos durchziehen lässt!

Eine ganz simple Idee, aber man muss sie erst einmal haben. Wie oft sich die Öffnung spreizen lässt, ist allerdings nicht bekannt. Und wie eine Fingerkuppe das aushält. Aber man kann sich ja auch mit einem Fingerhut schützen!

[via Creax und yankodesign, Foto yankodesign]
[TRIZ-Lösungsprinzipien Nr. 5 : Kopplung,  Nr. 15: Dynamisierung, Nr. 26: Kopieren]

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Der Schreibtisch im Computer

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Robert Maier, Student an der FH Salzburg, hat mich darauf hingewiesen:

http://www.youtube.com/watch?v=M0ODskdEPnQ

Jetzt habe ich endlich die gewohnte Unordnung vom Schreibtisch auch im Desktop! Aber was für eine Verbesserung: Ich brauche nur ein Suchwort einzugeben und schon findet das System meine Info, die ich so dringend brauche. Auch kann ich die Stöße, die ich am Schreibtisch staple, verkleinern und hin und her schieben. Ich kann Seiten blättern und bestimmte Unterlagen auch an eine Pinnwand heften, damit ich mich sofort daran erinnere. Ich kann Dokumente bzw. einzelne Blätter falten und- kurz vor dem endgültigen Wegwerfen - auch zerknüllen! Ich kann sie mit einem ‘Lasso’ einfangen, nach unterschiedlichsten Prinzipien ordnen und eigene Stapel bilden für Dokumente, die ich gemeinsam aufbewahren möchte. Natürlich können Sie sagen: Das kann ich doch am Schreibtisch auch! Aber die digitale Umsetzung ermöglicht bedeutend mehr als mit Dokumenten auf Papier möglich ist. Und sie setzen keinen Staub an!

Wenn Sie sich zum Probieren die kostenlose Betaversion von BumpTop herunterladen, kann es Ihnen allerdings passieren, dass Ihre alten Treiber die 3D-Animationen nicht umsetzen können. BumpTop schlägt Ihnen zwar verschiedene Varianten vor, aber den richtigen Treiber zu finden (ohne dafür Geld auszugeben) ist nicht so einfach. Ich habe es bis jetzt noch nicht geschafft!

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Innovation im Hotelbereich

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Ein klassischer Fall bei dem eines der TRIZ-Lösungsprinzipien von Genrich Altschuller zum Tragen kommt (nämlich Nr.1=Zerlegen), wird bei Innovationen im Hotelbereich verwendet. War es bisher üblich, dass sich Hotelzimmer in 1 bis 2 Gebäuden befunden hatten, so verteilen sich nun die Zimmer über mehrere Gebäude in einem Ort oder einer Stadt. Beispiele dafür gibt es in

Hallstatt/Österreich
Auf drei verschiedene Gebäude verteilt: Das ‘Historik-Hotel Hallstadt’ soll nur Betten auf 4-Sterne-Niveau anbieten. Verwendet wurden z.B. das ehemalige Heimathaus sowie das Amtshaus der Salinen AG. Durch dieses Projekt entstehen auch neue Arbeitsplätze für Hallstatt.

Leuk/Schweiz
In verschiedenen, zum Teil verlassenen Häusern, werden Zimmer eingerichtet. Die Verpflegung findet an einem zentralen Ort statt.

Vnà/Schweiz
Ein ganzes Dorf soll eingebunden werden, die Touristen wohnen eher privat (dezentral) als in einem extra dafür errichteten Gebäude. Hatten wir das nicht schon mal als ‘Fremdenzimmer’?

Binntal/Schweiz
Ein Architekt möchte 8 bis 10 Häuser renovieren und das alte Schulhaus als Zentrum (Rezeption) einrichten. Genug leerstehende Häuser gibt es. Auch hier soll 4-Sterne-Niveau erreicht werden.

Alle diese Konzepte sind offensichtlich von dem in Italien erprobten Projekt des ‘Albergo diffuso’ inspiriert. Hier stand vor allem die Idee Pate, von Auswanderung bedrohte Regionen wieder zu beleben. In den Abruzzen entstand die erste Hotelanlage. Wenn Sie ‘Albergo diffuso’ googlen, dann finden Sie dort eine Vielzahl von bereits seit Jahren verwirklichten Projekten.

[TRIZ-Lösungsprinzip Nr. 1=Zerlegen]

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Skype ist hauptsächlich virtuell

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Wie radikal die Firma Telefonfirma Skype die Vorstellung einer zentraler Verwaltung verändert, schildert Querdenker Peter Kreuz in einem Video über seinen Besuch in Tallin.

Das Unternehmen hat über 3 (Korrektur: 300) Millionen Kunden, aber kaum Infrastruktur. Damit stellt es die Vorstellung von einem global agierenden Unternehmen total auf den Kopf. Denn die Zentrale sitzt einerseits in Tallin (Estland), andererseits aber auch in Luxemburg . Die Verwaltungsarbeit für Skype kann überall auf der Welt erledigt werden.

Erwähnenswert ist außerdem noch, dass große, etablierte Firmen im Zeitalter des Internet von vorerst kleinen Firmen angegriffen werden, die aus ein paar pfiffigen Zwanzigjährigen bestehen. Die den Vorteil haben, dass sie sich nicht mit Erfahrungen früherer Jahre herumschlagen müssen.

Die Talente für Skype sitzen über den gesamten Erdball verteilt und können in unterschiedlichsten Beschäftigungsverhältnissen an Skype gebunden werden. Deshalb weist Peter Kreuz auch auf die amöbenhafte Struktur von Skype hin - ein Modell für viele Firmen in naher Zukunft.