Keine Angst mehr vor Spritzen!

Eine interessante neue Möglichkeit, wie bestimmte Medikamente in den Körper kommen, wurde von Medizinern an der University of Berkeley entwickelt. Diese neue Methode nennt sich MucoJet und presst mittels Hochdruckstrahl (so ähnlich wie eine Munddusche) das flüssige Medikament in die Wangenmuskulatur. Das geht sehr einfach (siehe Video) und tut nicht weh! Sobald die medizinischen Erprobungen abgeschlossen sind – was allerdings wahrscheinlich noch 5-10 Jahre dauern wird – könnten auch Diabetiker aufatmen, denn möglicherweise sparen sie sich damit den täglichen Stich in den Bauch. Hier wird allerdings die „Pille“ geschluckt und schießt erst im Magen ihre Ration Insulin ab!

[Quelle: Trends der Zukunft]

Künstliche Intelligenz kann jetzt auch bluffen!

Es ist unglaublich, was Forscher alles schon mittels künstlicher Intelligenz (KI) probieren. Computerprogramme, die lernfähig sind, programmieren bereits weitere Computerprogramme. Und das teilweise in besserer Qualität als von Menschen erarbeitete. Schwerer tut sich KI noch mit dem Verfassen von Romanen, leichter geht es bei der Erstellung von Zeichnungen oder anderen Kunstwerken. IBMs Großcomputer Watson gewinnt im Schach, bei Jeopardy und beim asiatischen Go. Bis vor Kurzem waren Menschen beim Pokern noch überlegen. Jetzt hat der Poker-Algorithmus aber auch gelernt zu „Bluffen“ und gegen vier menschliche Profis gewonnen. [Quelle: www.trendsderzukunft.de]

Die „Libratus“ genannte Software könnte vielleicht auch lernen, in der Sprache versteckte Informationen wie z.B. Ironie zu verstehen. Was wiederum Spracherkennungsprogramme wesentlich verbessern würde. Die Möglichkeiten der KI spielen in derart viele Bereichen unseres Lebens eine immer größer werdende Rolle, dass sich auch Google mit seiner Firma DeepMind damit beschäftigt. Das Online-Magazin WIRED meldet im November 2016, dass Googles selbstlernende KI bereits wesentlich besser Lippenlesen kann als die menschliche Konkurrenz.

In Wien enstehen interessante Dinge beim neuen Hauptbahnhof

Es wird ab 2018 dort z.B. einen „Grünen Markt“ geben, d.h. eine Markthalle, die ganz neue Maßstäbe setzt. Unter anderem wird eine ganzjährig bertriebene Aquaponic-Anlage errichtet, in der Fische und Pflanzen gegenseitig voneinander profitieren. Im Keller des Gebäudes werden die Fischtanks stehen, in zwei Obergeschossen wachsen die Pflanzen (Gemüse). Die Ausscheidungen der Fische werden gefiltert den Pflanzen als Nahrung zugeführt, die Pflanzen wiederum halten das Wasser für die Fische frisch: Ein geschlossener Kreislauf, der ohne chemische Beigaben von außen auskommt. Fische und Pflanzen werden dann natürlich in der Markhalle verkauft.

Quelle: http://aquaponic-austria.at/

Schule ohne Lehrer, ohne Klassen und ohne Noten!

Das ist die radikale Lösung für unser Bildungssystem! Aus den Lehrern werden Lernbegleiter, die wissbegierigen Kindern helfen, Informationen zu sammeln. In jahrgangsübergreifenden Gruppen lernen die Jüngeren von Älteren, aber oft auch Ältere von den Jüngeren. Und alle werden immer wieder von den Interessen Anderer mitgerissen. Kinder lernen ganz automatisch und am besten von anderen Kindern, aber auch durch Abschauen und Zuhören von ihrer unmittebaren Umgebung. Wussten Sie übrigens, dass es auch Lehrmethoden gibt, die sensationelle Ergebnisse liefern, die aber oft mit dem Tod ihrer Erfinder gleich mitsterben? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf! Seit einiger Zeit erprobt z.B. ein Team der LAIS.Weis-Schule Klagenfurt das sogenannte Native Lernen, bei dem Kinder in fantastisch kurzer Zeit Lesen und Schreiben lernen. Dies wird bereits in verschiedenen LAIS.Lernzentren im In- und Ausland übernommen und auch da und dort an Regelschulen ausprobiert.

Finnland, immer wieder für sein Bildungssystem gelobt, geht jetzt noch einen Schritt weiter und möchte bis 2020 den Fächerunterricht abschaffen. In sogenannten „Phänomenen“ sollen verschiedene Fächer zusammengefasst werden: Wird z.B. das „Phänomen Salzburg“ untersucht, so tauchen die Themen Kultur, Politik, Geschichte, Geographie auf, welche Sprache dort gesprochen wird, was dort erzeugt wird und Vieles mehr. Durch eine umfassende Beschäftigung mit diesem „Phänomen“ bleibt offenbar viel mehr im Geiste hängen als wenn es in Fächern aufgesplittet ist.  So kann z.B. auch durch ein Projekt „Hausbau“ eine Unzahl von Gegenständen abgearbeitet werden, die im Gehirn zusammenhängend besser gespeichert werden als einzeln. Und jeder Schüler kann sich vorstellen, dass er so etwas im Leben einmal gut brauchen kann. Dadurch entsteht auch so etwas wie „Lernen aus Faszination!“

Digitale Disruption…

…heißt das neueste Buch von Dr. Jens-Uwe Meyer. Neben einer Fülle von Beispielen, die er liefert, wie sich Unternehmen verschiedenster Größe auf den bereits erkennbaren Wandel einstellen, sind besonders die letzten Kapitel seines Buches interessant. Er fordert digitale-disruptionUnternehmen auf:

  1. Drücken Sie auf die Reset!-Taste und erfinden Sie Ihr Geschäftsmodell neu. Und zwar sofort!
  2. Wirken Sie dem bevorstehenden Verlust von zigtausend Arbeitsplätzen bereits jetzt mit dem Erfinden gänzlich neuer entgegen.
  3. Füttern Sie ihre Innovationsteams nicht mit Geld – es lähmt die Kreativität.
  4. Schauen Sie nicht nach Silicon Valley, sondern nach Asien. Die Chinesen forschen heute schon besser und schneller als Europa und Amerika.
  5. Helfen Sie mit, Schule neu zu erfinden. Schule muss neue Kompetenzen vermitteln und interessanter für die Kinder werden.
  6. Schauen Sie sich in anderen Branchen oder Lebensbereichen um. Kopieren und kombinieren Sie Dinge, die so noch nicht da waren.
  7. Lassen Sie sich nicht treiben, sondern gestalten Sie die Zukunft selbst mit.

Insgesamt eine sehr gute Anleitung, wie Firmen jeder Größenordnung sich während der Digitalen Revolution verhalten könnten. Jens-Uwe Meyer ist selbst Internet-Unternehmer und berät viele Firmen. Er sieht daher, was kommt, was möglich ist und auch das, was nicht funktioniert.

Baum als Energielieferant

Er sieht wie ein Kunstwerk aus: Der Baum als Träger für spezielle Windturbinen der französischen Firma ‚NewWind‘. Diese drehen sich bereits bei sehr geringen Windstärken und sollen genug Strom für einen 4-Personen-Haushalt liefern. Die Firma hat bereits rund 40 Bäume in Paris aufgestellt (eignet sich auch für öffentliche Plätze) und will demnächst in die Großserie mit ihren ‚Wind-Bäumen‘ gehen.

Weitere Infos gibt es auf http://www.newwind.fr in Französisch und Englisch.

 

Die Arbeitszeit von 8 auf 5 Stunden verkürzen

Die Arbeitszeit radikal verkürzen, in dieser Zeit das gleiche Ergebnis erzielen wie vorher und fast doppelt soviel verdienen! Das hat der amerikanische Paddelbretthersteller Stephan Aarstol seinen Mitarbeitern angeboten. Allerdings sollten sie sich selbst den Kopf zerbrechen, wie das zu bewerkstelligen wäre. Eine dreimonatige Testphase und die Umstellung war perfekt, die Mitarbeiter waren zu Effizienz- und Effektivitätsprofis geworden. Mittlerweile hat er ein Buch darüber geschrieben und empfiehlt sein System auch anderen Firmen. Und selbst, wenn sich nach der dreimonatigen Testphase herausstellt, dass doch wieder auf den 8-Stunden-Betrieb zurückgewechselt werden muss: Einige der Prozesse, die sich bewährt hatten, bleiben natürlich bestehen und bringen das Unternehmen weiter voran. Aarstol liegt hier ganz im Trend, da viele junge Mitarbeiter auf mehr Freizeit und Zeit für die Familie Wert legen!

Wie man sein eigenes Haus baut – um nur rund € 20.000,00

Eine tolle Idee mit vielen neuen Denkansätzen: Den Bauplan für ein sehr günstiges Haus, das ausbaufähig und umweltfreundlich ist und als OpenSource-Projekt daherkommt. Und in 5 Tagen aufgebaut ist! Bei genauerer Betrachtung fehlt mir allerdings noch das Stiegenhaus (vielleicht links außen?) und den Einstieg in die Dusche (mit einer festen und drei Glaswänden) stelle ich mir eher kompliziert vor. Jedenfalls kann man den Hausbau für zwei Personen beginnen und durch Modulsysteme später Zug um Zug ausbauen.

GreenHouse

Das Konzept stammt vom amerikanischen OPEN BUILDING INSTITUTE, wo sich eine ganze Reihe von Menschen zusammengefunden hat, um zukunftsfähige Wohngebäude mit einfachen, regional verfügbaren Materialien um wenig Geld als Open Source Projekt zu unterstützen.

Auf Kickstarter hat das Gründer-Ehepaar gerade (August 2016) durch 1.902 Unterstützer insgesamt  115.860 $ eingesammelt, um seine Idee zum Ausbau der Bauanleitungen und der Modulvarianten weiter voran zu treiben. Außerdem haben sich durch die Crowdfunding-Kampagne eine Unzahl weiterer Ideen ergeben und das Projekt hat über den finanziellen Beitrag hinaus eine Menge Förderer gewonnen!

Bus rollt über Stau hinweg

In China wird nach einer 300 Meter langen Demo-Probefahrt nun schon fleißig an einer längeren Versuchsstrecke gearbeitet: Ein elektrisch betriebener Schienenbus soll über zweispurige Staus hinwegschweben können. Wenn er bei einer Einsteigstelle hält, können die PKWs natürlich auch unter ihm weiterfahren. Das erinnert mich stark an ein von meinen FH-Studenten erarbeitetes Konzept, in dem diese bei Staus schon an eine Lösung in der dritten Dimension gedacht hatten. China ist natürlich hier prädestiniert, weil in den großen Städten einerseits sehr viele Staus entstehen, die natürlich den Smog weiter verstärken. Durch diese elektrisch betriebene Lösung wird die Umwelt geschont, auch dadurch, dass eventuell wieder mehr Menschen öffentlich fahren, wenn sie dadurch nicht im Stau stehen. Und gegenüber einer U-Bahn, die Tunnels benötigt, sind hier die Errichtungskosten für die Gleise an der Oberfläche minimal.

Der Blog feiert seinen 10. Geburtstag!

Zehn Jahre und mehr als 253.000 Besucher (nicht Page Views) sind die stolze Bilanz des Blogs „Radikale Innovation“. Da war es wohl Zeit für eine „radikale Innovation“ des Designs: Weg mit den bunten Bleistiften, her mit einer bunt leuchtenden Spirale! Kurz eine Magazin-Variante überlegt, dann doch wieder verworfen…Die Schriften sind viel größer, besser lesbar und die Beiträge werden in Zukunft wieder in kürzeren Abständen erscheinen. Ja, ich gebe es zu, ich war in letzter Zeit etwas nachlässig, verspreche aber, mich zu bessern! Der Blog wurde seit Anfang dieses Jahres permanent gehackt, deshalb habe ich auch einen Riesensprung in der WordPress-Version gemacht, um jetzt doch für einige Zeit wieder auf der sicheren Seite zu sein.

Anlässlich dieses runden Geburtstags möchte ich meine Leser aufrufen, mir zu helfen, die Seite „Tolle Erfindungen“ zu ergänzen: Ab dem Jahr 2000 sieht es dort noch sehr mau aus!